Die Kirche des Heiligen Georg

Bis jetzt haben wir immer nur ueber Sopots Restaurants, Clubs und Cafes gesprochen. Aber im Zentrum dieser Stadt der Suende und des lasterhaften Partylebens gibt es auch eine wunderschoene Kirche. Aber nicht nur zur reuevollen Beichte nach dem durchfeierten Partywochenende lohnt die Georgkirhce einen Besuch. Sie ist ein bemerkenswertes Gebaeude und der perfekte Willkommensgruss im Eden am Meer.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts finanzierte der gute alte Kaiser Wilhelm II den Bau der Kirche, nachdem er den Entwurf selbst genehmigt hatte. 1901 war der Bau fertig und der Kaiser und seine Frau Augusta Viktoria waren zur zeremoniellen Einweihung persoenlich anwesend. Seit diesem Septembertag ragt der hohe Kirchturm, gut sichtbar fuer Seeleute und Fischer, ueber die Danziger Bucht.

Wenn du vorher in Danzigs Kirchen warst, dann wird dir die Georgkirche nigelnagelneu vorkommen. Die Backsteine sind gerade und sauber. Selbst falls du doch lieber geschichtstraechtige Architektur magst, dann musst du doch wenigstens das aesthetisch Gefaellige der Kirche anerkennen. Das Mauerwerk unter dem Backsteinturm ist bunt und spiegelt Sopots Lebensfreude und Energie wider. Hinter den bunt bemalten Tueren herrscht eine zurueckhaltende, fast kuehle Atmosphaere, die sehr untypisch ist fuer katholische Kirchen. Der Grund liegt darin, dass die Georgkirhce eine protestantische Kirche war, bis die Region Danzig nach dem 2. Weltkrieg wieder in polnische Haende fiel. Aber die Ausgestaltung nach katholischem Geschmack hat schon begonnen, wie man am Relief der Gottesmutter mit dem Kind erkennen kann.



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