Die laengste Seebruecke Europas

Seit das angenehme Klima und die heilende Wirkung Sopots im 16. Jahrundert entdeckt wurde, kommen Menschen zu diesen ruhigen Kuesten zur Erholung und zur Besinnung. Viele der Reichen bauten Sommerhaeuser und Badeanstalten, aber erst seit Napoleons Niederlage gegen Russland begann die Stadt ihre Entwicklung zur heutigen Gestalt. Aber was hat Napoleon nun damit zu tun? Waehrend des Rueckzugs der napoleonischen Armee von Moskau, verliess der Chirurg J. J. Haffner die Armee und liess sich in Danzig nieder. 1823 kaufte er Land in Sopot und begann Badehaeuser, Parks und schliesslich auch die erste Seebruecke zu bauen. Diese erste Seebreucke reckte sich ganze 41 Meter in die See hinaus.

Sopots Wirtschaft und Ruf wuchsen schnell und bald hatte die 'Riviera des Nordens' feine Villen und Tennisplaetze sowie seit 1927 ein Kasino und das Grand Hotel. Die Seebruecke wurde immer wieder verlaengert, aber schliesslich entschloss sich Sopot Naegel mit Koepfen zu machen und verlaengerte die Seebreucke zu ihren jetzigen 516 Metern. Deswegen findest du hier die laengste hoelzerne Seebruecke in Europa.

Heute kostet es gerade mal 2 zloty auf dieser beruehmten Seebruecke spazieren zu gehen. Das Geld ist zum Erhalt der Seebruecke gut angelegt. Tagsueber ist sie gefuellt mit Familien, Touristen und sich auf den ergonimisch geformten Baenken erholenden Menschen. Nach Sonnenuntergang ist die Seebruecke gut beleuchtet und junge Paare werden von ihr angezogen, wie die Motten vom Licht. Die dunklen Wasser und die laue Brise sind abslout romantisch, besonders nach einem Glaeschen wein in einem der Sopoter Restaurants.

Viele Kuestenorte haben Strandpromenaden oder Seebruecken, die mit Geschaeften oder Verkaufsstaenden uebersaet sind. Dort findest du kreischende Kinder, erschoepfte Touristen und natuerlich Moewen, die versuchen ein Stueck vom voellig ueberteuerten Snack, den du gerade gekauft hast, zu erwischen. Die Sopoter Seebruecke dagegen ist sauber, friedlich und wirklich ein wunderschoener Ort. Ein Spaziergang die Monte-Cassino-Strasse hinunter muss einfach mit einem Ausflug aufs Wasser und die Sopoter Seebruecke enden.



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